SV Wienerberg 1921

Fehlstart

Mit einem Sieg im Heimspiel gegen Technopool Admira hatte heute der SV Wienerberg 1921 die große Chance, bis auf den fünften Platz in der Tabelle vorzustoßen. Aber das Fell des Bären soll man erst verkaufen, wenn man ihn erlegt hat.

Die Gäste machten mit ihrer Spielweise von Anfang klar, dass sie taktisch sehr gut eingestellt waren, und als Mannschaft auch dazu fähig sind, einen guten Plan in Tat umzusetzen. So zwangen sie die Hausherren heraus aus ihrer Komfertzone und ihnen in der Folge ein Spiel auf, das den Wienerbergern so gar nicht behagte.

Weil vor allem das Mittelfeld von Wienerberg nie wirklich Zugriff auf dieses Spiel fand, wurde viel mit hohen Bällen operiert, die den Gästen so überhaupt keine Probleme bereiteten. Im Gegensatz dazu zeigte Admira Technopool bei den zahlreichen Konterangriffen, dass die Mannschaft sehr rasch auf Offensive umzuschalten versteht, und dafür passend auch über einige schnelle Spieler verfügt.

Warum Admira Technopool nur im letzten Tabellendrittel zu finden ist, mag aufgrund der gezeigten Leistungen verwundern, wenn man genauer hinschaut aber vielleicht doch nicht. Die Gäste präsentierten sich zwar als läuferisch starke und taktisch gut geschulte Mannschaft, aber in dieser deutlich dominierten Partie bedurfte es eines Eigentors von Keita, um letztlich drei Punkte einzufahren. Ein Blick auf die Herbsttabelle zeigt, dass 13 Tore in 15 Spielen nicht gerade viel sind und in diesem Bereich vermutlich die Schwäche des Gegners zu finden ist. Trotz eines verdienten Sieges der Truppe um Ex-Wienerberg Spieler Clemens Messner, war dieses Manko auch heute deutlich festzustellen.

Für Wienerberg gilt es jetzt, einstellungsmäßig nachzulegen und bei den nächsten Aufgaben bissiger und mit mehr Siegeswillen zu agieren. Besonders weil im Heimpiel nächste Woche – Sonntag, 5. März, 11:11 Uhr – mit FC Karabakh der überlegene Tabellenführer wartet.