Aufgabe erfüllt

ASV 13 – SV Wienerberg 1921 2:4 (0:1)

Um sich nach dem Erfolg der letzten Woche noch weiter vom Tabellenende abzusetzen, war es das Ziel des SV Wienerberg 1921, auch auswärts gegen den Tabellenletzten ASV 13 voll zu punkten. Nicht so leicht, wie man glauben könnte, denn natürlich war es auch für die Heimmannschaft ein Schicksalsspiel, wenn man dem Abstieg heuer noch entgehen will.

Beide Mannschaften agierten in der ersten Spielhälfte kontrolliert und abwartend, wobei schon die Gäste das bessere Team waren. Als dann auch noch in der 36. Minute der Führungstreffer gelang, schienen die Weichen für dieses Spiel gestellt. Das Tor selbst war ein kleines Kunstwerk, ein weiter Ball von Mahmud Imamoglu, nicht leicht zu verarbeiten, wurde von Jan Mülner per Kopf unhaltbar ins lange Eck versenkt.

Zwar war nach dem Gesehenen der ersten Halbzeit ein Comeback von ASV 13 eher unwahrscheinlich, aber manche Aufgaben stellt man sich eher mutwillig selbst. So geschehen beim Ausgleich knapp nach der Pause (49.): einer der vielen hohen weiten Bälle der Speisinger, kommt der Tormann oder kommt er doch nicht heraus, geht der Ball ins Torout oder doch nicht. Jedenfalls erkannten nur die Hausherren das Potential in dieser Situation, setzten konsequent nach und erwischten die Wienerberger beim 1:1 nicht nur unsortiert sondern auch nicht handlungsschnell genug.

Zwar schien alles wieder für die Gäste zu laufen, als nur wenige Minuten darauf ein Abpraller von der Latte, den der Goalie von ASV 13 wohl verhindern hätte können, Srdan Todorovic vor die Füße fiel, der ohne Probleme zur neuerlichen Führung einschieben konnte (52.). Aber erneut war es der SV Wienerberg 1921, der Lust darauf hatte, sich die Aufgabe in Speising nicht zu leicht zu machen. Ein kurz abgespielter Eckball wurde verschlafen und nach der Hereingabe wurde die Situation für die Abwehr der Gäste zu unübersichtlich, um klären zu können, 2:2 (56.).

Jetzt war es wirklich eine Partie auf des Messers Schneide, wobei die vielen hohen Bälle von ASV 13 die Defensive der Wienerberger immer wieder einmal wackeln ließ. Das bessere Ende hatten spät aber doch die Gäste. Jan Mülner konnte einen Ball in der Offensive gut festmachen und den voll durchgelaufenen Benjamin Pitzek ideal bedienen, der seine gute Leistung mit dem erneuten Führungstreffer krönen konnte (89.). Große Anerkennung für den Sprint des Torschützen so knapp vor dem Ende, das waren Meter, die zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viele gegangen wären. Das 2:4 in der Nachspielzeit durch Ibrahim Mohamed war dann noch die Draufgabe, als verzweifelte Hausherren ihr Heil in der Offensive suchten und hinten Räume zum Konter anboten. Schön herausgespielt und vorbereitet durch Christoph Sturz war er trotzdem.

Mit diesem Sieg scheint die Abstiegsgefahr für die Wienerberger nun vorerst einmal vom Tisch zu sein. Nicht, dass Man sich jetzt schon zurück lehnen kann, aber der Polster nach hinten ist erneut angewachsen und die Leistungen werden schön langsam besser. Zudem kehrt mit solchen Erfolgen auch das Selbstvertrauen langsam wieder zurück.

Tabelle
Spielbericht