Das Punktekonto wächst

SV Wienerberg 1921 – ASV 13 1:0 (1:0)

Gegen den Tabellenletzten aus Speising waren für den SV Wienerberg 1921 im Heimspiel natürlich drei Punkte Pflicht, und das auch, obwohl zahlreiche Stammkräfte ersetzt werden mussten. Neben Mahmud Imamoglu (5. Gelbe Karte) fehlten diesmal auch die verletzten Arben Selmani, Sükür Yavuz, Besart Rama und Maximilian Schmid, sodass Trainer Schönberger bei der Aufstellung diesmal etwas tricksen musste. So war beispielsweise Stefan Brunner erstmals in der Innenverteidigung zu sehen, in der auch Kapitän Thomas Kral nach langer Verletzungspause sein Startelf Comeback feierte.

Dass unter diesen Voraussetzungen von Anfang an nicht alles rund laufen kann ist logisch. Die Art und Weise aber, wie es dem Tabellenletzten zu Beginn gelang, den Spielfluss der Hausherren zu unterbinden, überraschte aber schon, so nach dem Motto: „Wieso haben die so wenig Punkte?“. Die Hausherren brauchten einige Zeit, um mit dem frühen Anlaufen der Gäste klar zu kommen und halbwegs ins Spiel zu finden. Eine der ersten guten Aktionen über mehrere Stationen führte nach einer knappen halben Stunde zum Führungstreffer durch Rene Mjka, der freigespielt von Thomas Helly den Ball in Goalgetter Manier irgendwie im Tor unterbringen konnte.

Bis zur Pause hatten damit die Hausherren alles mehr oder weniger gut unter Kontrolle und bei etwas mehr Konsequenz im Abschluss hätte Alexander Al Sarrag auch das 2:0 erzielen können. Er konnte aber nur darin bestärken, dass Heber bei klaren Torchancen meist nicht die beste Option sind. Trotzdem konnte man für die zweite Halbzeit spielerisch auf Besserung hoffen, denn die Ansätze waren jetzt nach holprigem Beginn zu sehen.

Wieder einmal belehrte uns die Mannschaft aber eines Besseren. Spielerisch wurde in Abschnitt zwei so gar nichts besser, aber Torchancen für eine Vorentscheidung ergaben sich ganz beiläufig immer wieder. Aber weder Thomas Helly, diesmal öfters im Abseits als gefährlich, noch seine Mitspieler konnten gute Möglichkeiten zu einem Torerfolg nützen. Da die Gäste in der Offensive wenig bis gar nichts zu Stande brachten, außer einem Stangenschuss hatten sie nichts Erwähnenswertes zu bieten, gelang es Wienerberg den knappen Vorsprung über die Zeit zu spielen.

Damit wird letztlich auch klar, warum ASV 13 nur so wenige Punkte auf dem Konto hat. Auch in Phasen, in denen die Mannschaft gut mitspielt oder sogar dominiert, gelingt es ihr nicht, in irgendeiner Weise Kapital daraus zu schlagen. Wienerberg ist mit diesem Sieg immerhin zweitbeste Rückrunden Mannschaft, und das, obwohl gegen FV Wien Floridsdorf sicherlich Punkte liegen gelassen wurden. Das ist umso verwunderlicher, weil die Mannschaft nur in wenigen Spielen wirklich sehr gut war. Der Schlüssel zum momentanen Erfolg ist offensichtlich Stabilität. Oder eine andere Erklärung: ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss, und einmal, gegen FV Wien Floridsdorf, hat es eh das Hindernis voll gerissen.

Wiener Stadtliga – 21. Runde
Spielbericht