Hervorragend eingestellt

Sportunion Mauer – SV Wienerberg 1921 1:3 (0:0)

Aufgrund von Verletzungen und Sperren war der Kader des SV Wienerberg 1921 vor dem Auswärtsspiel gegen Sportunion Mauer arg dezimiert, sodass nicht nur Spieler mit wenig Spielpraxis ran mussten, sondern auch Trainer Ivandic viel Kreativität aufbringen musste, um die einzelnen Positionen adäquat zu besetzen. Dass dies so richtig gelungen war, konnte man aber schon von der ersten Minute an sehen. Mauer, mit einem hochgerüsteten teuren Kader ausgestattet, hatte zwar viel Ballbesitz, aber wenig Ideen, das hervorragend eingestellte Bollwerk der Gäste zu knacken.

În der ersten Spielhälfte gelang es den Wienerbergern zwar noch nicht, auch Nadelstiche in der Offensive zu setzen, aber außer einem Eckball, der durch den Wind bedingt gefährlich aufs kurze Eck kam, hatte die fast komplett neu gebildete Defensivabteilung der Gäste kein Problem, die Bemühungen von Mauer weg zu verteidigen. Als logische Folge ging es torlos in die Pause, wobei die Hausherren noch einigermaßen sorglos wirkten, das Spiel nach der Pause doch noch für sich zu entscheiden.

Richtig unangenehm wurde es für die bislang in der Meisterschaft ungeschlagenen Hausherren mit dem ersten gut vorgetragenen Konter von Wienerberg, der von Benjamin Pitzek souverän zur Führung abgeschlossen werden konnte (63.). Da aber nur wenig darauf aus dem Nichts der Ausgleich gelang (66.), schien für Sportunion Mauer die Welt wieder in Ordnung zu sein und man erfreute sich weiter am ideenlosen eigenen Ballbesitz. Allerdings nur bis zur 71. Minute, als die Hausherren im Anschluss an einen Corner Benjamin Pitzek, sträflich ungedeckt, aus kurzer Distanz zur neuerlichen Führung einschieben ließen. Der Doppeltorschütze entpuppte sich damit als echter Mauer-Spezialist, hatte er doch schon im Herbst gegen diesen Gegner alle drei Tore beim 3:3-Unentschieden erzielt.

Jetzt war zwar beim Titelanwärter Feuer am Dach, aber weiterhin gelang den hochgelobten Akteuren von Sportunion Mauer wenig. Im Gegenteil wurden die Nadelstiche der Gäste immer frecher, die schließlich in der endgültigen Entscheidung in der Nachspielzeit gipfelten. Diesmal wurde Benjamin Pitzek zwar durch ein Foul des Mauer-Keepers am erneuten Hattrick gehindert, aber der souverän von Jan Mülner verwandelte Elfmeter (90.+2) besiegelte das Schicksal der bislang ungeschlagenen Hausherren endgültig.

Der SV Wienerberg 1921 verbuchte damit zum Auftakt der Frühjahrssaison einen unerwarteten Sieg, der aber laut allgemeinem Tenor mehr als verdient war. Es bleibt hervorzuheben, dass es der Erfolg einer großartigen eingestellten Mannschaft war, die vor großen Namen wenig Ehrfurcht zeigte. Aber Vorsicht, das schwerste Spiel ist bekanntlich immer das nächste.

Tabelle
Spielbericht