Starker Comeback-Sieg

Wienerberg dreht 0:2 gegen Schwechat

SV Wienerberg 1921 – SV Schwechat 4:2 (1:2)

Der SV Wienerberg 1921 feierte in der 17. Runde der Wiener Stadtliga einen wichtigen 4:2-Heimsieg gegen den SV Schwechat. Dabei mussten die Favoritner zunächst einen echten Fehlstart verdauen und lagen früh mit zwei Toren zurück.

Die Gastgeber mussten diesmal auf Abwehrchef Mahmud Imamoglu verzichten, dessen Fehlen sich in der Anfangsphase deutlich bemerkbar machte. Schwechat nutzte die Unsicherheit der Wienerberger eiskalt aus: Bereits in der 7. Minute gingen die Gäste mit 0:1 in Führung. Nur fünf Minuten später folgte der nächste Rückschlag für Wienerberg, als Schwechat nach einem der seltenen Fehler von Torhüter Michael Höfler auf 0:2 erhöhte.

Dabei hätte die Partie auch eine ganz andere Richtung nehmen können. Kurz zuvor hatte Jan Mülner nach einem sehenswert herausgespielten Angriff bereits den Ausgleich am Fuß, sein Abschluss landete jedoch nur an der Latte.

Nach dem frühen Zwei-Tore-Rückstand brauchte Wienerberg einige Zeit, um wieder Struktur ins Spiel zu bekommen. Erst ein Geniestreich von Jan Mülner brachte die Hausherren zurück ins Spiel: In der 30. Minute zirkelte der Goalgetter einen Freistoß unhaltbar ins Kreuzeck und verkürzte auf 1:2.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Wienerberg deutlich verbessert. Vor allem über die rechte Seite sorgte Kenneth Oduaro immer wieder für gefährliche Situationen. Mit seiner Schnelligkeit setzte er die Schwechater Defensive mehrfach unter Druck und bereitete damit den Boden für die Wende.

In der 60. Minute war es erneut Jan Mülner, der zum 2:2 ausglich und damit endgültig das Momentum auf die Seite der Wienerberger brachte. In der 77. Minute folgte der nächste entscheidende Moment: Nach einem Foul an Oduaro zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt – und Mülner verwandelte den Strafstoß sicher (?) zum 3:2.

In der Schlussphase entwickelte sich ein wildes Spiel mit Chancen und hektischen Szenen auf beiden Seiten. Wienerberg gelang es lange nicht, die Partie ruhig zu kontrollieren und endgültig zu entscheiden. Erst in der 90.+4 Minute sorgte der kurz zuvor eingewechselte Samuel Amarowicz für die Erlösung. Nach einem Konter traf er zum 4:2-Endstand und krönte damit einen starken Kurzeinsatz, nachdem er erst in der 87. Minute aufs Feld gekommen war und sofort für frischen Schwung sorgte.

Der Sieg ist für Wienerberg doppelt wertvoll. Nicht nur gelang eine beeindruckende Aufholjagd nach frühem Rückstand, auch die Konkurrenz ließ Punkte liegen: Helfort musste gegen LAC-Inter eine knappe 0:1-Heimniederlage hinnehmen und FC 1980 Wien kam bei WAF pinova Telekom erst in der Nachspielzeit zum 1:1-Ausgleich.

Damit fällt dieses 4:2 für Wienerberg besonders ins Gewicht – ein Spiel gedreht, drei Punkte geholt und gleichzeitig im Titelrennen einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht.

Tabelle
Spielbericht